Meditation und Mindset: Was regelmäßiges Meditieren in deinem Kopf verändert

Meditation

Regelmäßig meditieren. Für viele klingt das nach etwas, das man sich irgendwann mal vornimmt. So wie mehr Wasser trinken oder früher ins Bett gehen. Klingt gut, passiert aber selten.

Ich verrate dir was: Für mich ist Meditation kein Vorsatz mehr, sondern ein fester Teil meines Lebens. Ich meditiere regelmäßig und merke ganz deutlich, dass ich dadurch besser durch den Tag komme.

Im letzten Beitrag ging es darum, was Mindset und Manifestation miteinander zu tun haben. Vielleicht hast du bei der Übung gemerkt, wie schwer es manchmal ist, still zu werden und wirklich in ein Gefühl hineinzuspüren. Genau da setzt dieser Beitrag an. Heute erzähle ich dir, was regelmäßig meditieren in deinem Kopf verändert und warum es für dein Mindset so wertvoll ist.

Was beim Meditieren eigentlich passiert

Viele denken, Meditieren heißt, den Kopf komplett leer zu machen. An nichts denken, einfach nur dasitzen und schweben.

Wenn du das schon mal versucht hast, weißt du: Das klappt nicht. Nach zehn Sekunden fällt dir ein, dass du noch Brot kaufen musst. Dann denkst du an das Gespräch von gestern. Und dann ärgerst du dich, dass du schon wieder denkst.

Die gute Nachricht: Genau das ist Meditation.

Es geht nicht darum, keine Gedanken zu haben. Es geht darum, sie zu bemerken. Du sitzt da, ein Gedanke kommt, du merkst ihn und kehrst sanft zurück. Zu deinem Atem, zu deinem Körper, zu diesem Moment. Und dann kommt der nächste Gedanke. Und du kehrst wieder zurück.

Jedes Mal, wenn du das machst, trainierst du etwas sehr Wertvolles: Du lernst, dass du nicht deine Gedanken bist. Du bist die, die sie beobachtet.

Was regelmäßig meditieren in deinem Kopf verändert

Das klingt jetzt vielleicht sehr nach Gefühl. Aber es gibt dazu auch spannende Forschung.

Forschende rund um die Harvard Universität haben untersucht, was im Gehirn passiert, wenn Menschen acht Wochen lang an einem Achtsamkeitsprogramm teilnehmen. Die Teilnehmenden haben im Schnitt etwa 27 Minuten am Tag meditiert. Vorher und nachher wurden ihre Gehirne gescannt.

Das Ergebnis fand ich wirklich faszinierend: In Bereichen, die mit Lernen, Gedächtnis und Selbstwahrnehmung zu tun haben, hatte die graue Substanz zugenommen. Und in der Amygdala, also dem Bereich, der bei Angst und Stress aktiv wird, hatte sie abgenommen. Die Teilnehmenden haben auch selbst berichtet, dass sie sich weniger gestresst fühlten.

Ehrlicherweise muss ich dazusagen: Die Studie war klein, es haben nur 16 Menschen mitgemacht. Sie ist also kein Beweis für alles. Aber sie zeigt etwas, das ich spannend finde und das viele Menschen auch so erleben: Dein Gehirn verändert sich durch das, was du regelmäßig tust.

Und das ist auch der Grund, warum regelmäßig meditieren so wichtig ist. Einmal im Monat eine Stunde bringt deutlich weniger als jeden Tag ein paar Minuten. Es ist wie beim Zähneputzen. Einmal gründlich im Jahr hilft niemandem.

Warum regelmäßig meditieren so gut zu deinem Mindset passt

Wenn du meine Beiträge verfolgst, weißt du: Dein Mindset hängt ganz eng mit deinen Gedanken zusammen. Mit den Sätzen, die du dir selbst immer wieder sagst. Und mit den alten Überzeugungen, die leise im Hintergrund mitreden.

Das Schwierige daran ist: Die meisten dieser Gedanken laufen so automatisch ab, dass wir sie gar nicht mehr bemerken. Sie sind einfach da und fühlen sich an wie die Wahrheit.

Regelmäßig meditieren ändert genau das. Du übst jeden Tag, deine Gedanken zu beobachten, statt einfach mitzulaufen. Und plötzlich fällt dir auch im Alltag auf: „Moment mal, da ist er wieder, dieser Satz.“

Zwischen dem Gedanken und deiner Reaktion entsteht ein kleiner Raum. Ein Moment, in dem du wählen kannst. Reagiere ich jetzt wie immer? Oder mache ich es diesmal anders?

Gerade in stressigen Situationen ist das Gold wert. In meinem Beitrag darüber, wie deine Gedanken deine Entscheidungen beeinflussen, habe ich dir erzählt, dass wir unter Stress schnell in einen Tunnelblick geraten. Meditation hilft dir, aus diesem Tunnel öfter wieder herauszufinden. Nicht immer. Aber immer öfter.

Meditation, Energie und Manifestation

Für mich ist regelmäßig meditieren aber noch mehr als ein Training für den Kopf. Es ist auch ein Weg, mit deiner Energie in Verbindung zu kommen.

Wenn du still wirst, spürst du plötzlich, wie es dir eigentlich geht. Bist du angespannt? Müde? Unruhig? Oder eigentlich ganz zufrieden? Im Alltag rauschen wir oft so schnell durch den Tag, dass wir das gar nicht merken.

Und genau dieses Spüren ist so wichtig, wenn es ums Manifestieren geht. Du weißt ja inzwischen: Beim Manifestieren spielt dein Gefühl eine riesige Rolle. In der Stille kannst du dir viel leichter vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn dein Wunsch schon da ist. Du kommst raus aus dem Mangel und rein in das Gefühl von Vertrauen.

Aber auch hier gilt, was ich dir im letzten Beitrag erzählt habe: Meditation ersetzt nicht das Handeln. Sie gibt dir die Ruhe und die Klarheit, um zu erkennen, welcher Schritt jetzt dran ist. Gehen musst du ihn trotzdem selbst.

Warum regelmäßig meditieren oft nicht klappt

Wenn so viele Menschen wissen, dass Meditation guttut, warum machen es dann so wenige? Oft stecken ein paar ganz typische Gedanken dahinter.

„Ich kann einfach nicht abschalten.“ Das musst du auch nicht. Wie gesagt: Gedanken gehören dazu. Jedes Mal, wenn du merkst, dass du abgeschweift bist, und zurückkehrst, hast du richtig meditiert.

„Ich habe keine Zeit.“ Das verstehe ich so gut. Zwischen Arbeit, Familie, Haushalt und all den kleinen Dingen bleibt oft kaum eine Minute für dich. Aber fünf Minuten reichen für den Anfang völlig. Und oft sind es genau die Tage, an denen du keine Zeit hast, an denen dir diese fünf Minuten am meisten geben.

„Ich mache das bestimmt falsch.“ Es gibt beim Meditieren kein Falsch. Es gibt Tage, an denen du ganz ruhig wirst, und Tage, an denen dein Kopf Achterbahn fährt. Beides ist okay. Beides zählt.

„Das bringt bei mir eh nichts.“ Kommt dir dieser Satz bekannt vor? Das ist ein Glaubenssatz. Und wie bei jedem Glaubenssatz lohnt es sich, ihn zu hinterfragen. Gib dir ein paar Wochen, bevor du urteilst.

So startest du: Regelmäßig meditieren im Alltag

Du brauchst kein Kissen, keine Kerze und keinen besonderen Raum. Du brauchst nur dich und ein paar Minuten.

Fang klein an. Wenn du regelmäßig meditieren willst, sind fünf Minuten am Tag ein wunderbarer Anfang. Lieber jeden Tag fünf Minuten als einmal in der Woche eine halbe Stunde.

Such dir einen festen Moment. Morgens direkt nach dem Aufstehen, in der Mittagspause oder abends vor dem Schlafen. Wenn Meditation an etwas hängt, das du sowieso jeden Tag machst, vergisst du sie seltener.

Konzentrier dich auf deinen Atem. Setz dich bequem hin, schließ die Augen und spür, wie der Atem in deinen Körper strömt und wieder hinaus. Wenn du magst, zähl die Atemzüge bis zehn und fang dann wieder von vorne an.

Probier geführte Meditationen aus. Gerade am Anfang kann es leichter sein, wenn dich eine Stimme begleitet. Ich selbst benutze dafür immer die Calm App. Dort findest du Meditationen für ganz unterschiedliche Momente, zum Beispiel zum Runterkommen, zum Einschlafen oder für zwischendurch. Und auch auf YouTube gibt es richtig tolle geführte Meditationen. Hör dich einfach ein bisschen durch, bis du eine Stimme findest, die sich für dich gut anfühlt.

Sei freundlich zu dir. Wenn du einen Tag verpasst, ist das kein Weltuntergang. Fang am nächsten Tag einfach wieder an. Regelmäßig meditieren heißt nicht perfekt meditieren.

Fazit: Regelmäßig meditieren, kleine Pausen mit große Wirkung

Regelmäßig meditieren verändert, wie du mit deinen Gedanken umgehst. Du lernst, sie zu beobachten, statt dich von ihnen mitreißen zu lassen. Du findest im Stress schneller zu dir zurück. Und du kommst in Kontakt mit deinem Gefühl und deiner Energie, was für dein Mindset und fürs Manifestieren gleichermaßen wichtig ist.

Dafür brauchst du keine Stunden. Ein paar Minuten am Tag reichen, wenn du dranbleibst. Ich merke es selbst jeden Tag: Seit ich regelmäßig meditiere, komme ich einfach besser durch den Tag.

Vielleicht probierst du es ab morgen einfach mal aus. Fünf Minuten, nur für dich.

Wie geht es weiter?

Wenn du öfter meditierst, merkst du vielleicht irgendwann, dass sich Gefühle nicht nur im Kopf zeigen, sondern auch im Körper. Ein Druck im Bauch, wenn du nervös bist. Ein Kloß im Hals, wenn du etwas nicht sagst. Ein enges Gefühl in der Brust bei Stress.

Genau hier kommen die Chakren ins Spiel. Im nächsten Beitrag erkläre ich dir ganz einfach, was Chakren sind, wo deine sieben Energiezentren liegen und was sie mit deinem Mindset zu tun haben.

Bis bald,
deine Lizanne

Häufige Fragen zum Meditieren

Wie lange sollte ich am Anfang meditieren?

Fünf Minuten am Tag sind ein guter Start. Wichtiger als die Länge ist, dass regelmäßig meditieren zu deiner Gewohnheit wird. Wenn es sich gut anfühlt, kannst du die Zeit nach und nach verlängern.

Was bringt regelmäßig meditieren?

Viele Menschen erleben, dass sie ruhiger werden, besser mit Stress umgehen und ihre Gedanken klarer wahrnehmen. Studien deuten außerdem darauf hin, dass sich durch regelmäßige Meditation auch Bereiche im Gehirn verändern, die mit Stress und Selbstwahrnehmung zu tun haben.

Was mache ich, wenn ich beim Meditieren ständig abschweife?

Das ist völlig normal und gehört dazu. Bemerke einfach, dass du abgeschweift bist, und kehre freundlich zu deinem Atem zurück. Genau dieses Zurückkehren ist das eigentliche Training.

Wann ist die beste Zeit zum Meditieren?

Es gibt keine perfekte Zeit. Am besten wählst du einen Moment, den du jeden Tag gut einbauen kannst, zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafen.

Hilft regelmäßig meditieren beim Manifestieren?

Ja, Meditation kann dich dabei unterstützen. Sie hilft dir, still zu werden, deine Gefühle wahrzunehmen und dich in das Gefühl deines Wunsches hineinzuversetzen. Die Schritte im Alltag ersetzt sie aber nicht.

Über die Autorin
Ich bin Lizanne, Mindset Coach und Mama. Auf meinem Blog geht es um alles, was im Kopf beginnt: dein Mindset, dein Umgang mit Geld und die Kraft der Manifestation. Ich weiß, wie es sich anfühlt, sich selbst im Weg zu stehen, und genau deshalb schreibe ich so, wie ich es mir früher gewünscht hätte: wie eine Freundin, die dir ehrlich erzählt, was wirklich hilft. Für Frauen, die spüren, dass in ihnen mehr steckt.

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